Warum gutes Design mehr als Geschmack ist
Wie aus einer einfachen Bitte um eine Vektorgrafik Schritt für Schritt ein professionelles Logo entstand und warum gute Gestaltung auf nachvollziehbaren Entscheidungen basiert.
Wenn Gestaltung klar wird
Ich wurde ursprünglich nur gefragt, ob ich ein generiertes Logo als Vektorgrafik nachbauen könne, damit es sich in größerer Auflösung verwenden lässt.
Während ich das Logo nachzeichnete, fielen immer mehr Details auf, die sich gestalterisch verbessern ließen. Statt das fertige Ergebnis einfach zu präsentieren, habe ich jede Entscheidung erklärt und den gesamten Entwicklungsprozess transparent gemacht. Am Ende entschied sich der Fotograf nicht nur für das neue Logo, sondern verstand auch, warum professionelles Design weit mehr ist als eine schöne Grafik.
Mein Beitrag
- Analyse des vorhandenen Logos
- Vektorisierung
- Logoentwicklung
- Typografie
- Proportionen & Gestaltungssystem
- Anwendungsprüfung
- Designberatung
Der Ausgangspunkt
„Kannst du das Logo einfach größer nachbauen?“
Eigentlich begann das Projekt mit einer sehr kleinen Anfrage. Das vorhandene Logo funktionierte nur als JPG-Datei. Ziel war zunächst lediglich eine saubere Vektorgrafik. Doch beim Nachzeichnen wurde deutlich, dass viele gestalterische Entscheidungen eher zufällig entstanden waren und das Logo dadurch unnötig an Qualität verlor.
Bestehendes sichtbar machen
Bevor etwas verändert wurde, entstand zunächst eine saubere Vektorversion des vorhandenen Logos. Erst dadurch ließ sich beurteilen, welche Elemente gut funktionieren und an welchen Stellen gestalterisches Potenzial steckt.
Gestaltung hinterfragen
Anstatt das Logo komplett neu zu zeichnen, wurde jede einzelne Entscheidung überprüft.
- Stimmen die Proportionen?Der Kreis war ziemlich mächtig über der Schrift.
- Sind die Abstände ausgewogen?Der Abstand zum Kreis war geringer als der Zeilenabstand. Für unser Auge wirkt „Fotografie“ dadurch weniger zugehörig zu „Kampsche“ und klebt oben an dem Kreis.
- Ist die Typografie stimmig?„Kampsche“ in dieser Schriftart in Großbuchstaben ist unruhig und schwerer lesbar als andere Fonts.
- Wie stehen die Elemente zueinander?Die Kamera und das K passten stilistisch nicht zu den Schriftarten und standen zusammen in keinem Verhältnis, sondern wirkten eher wahllos in den Kreis gesetzt.
Aus vielen kleinen Anpassungen entwickelte sich Schritt für Schritt eine deutlich harmonischere Gestaltung.
Gemeinsam entscheiden
Jede Überarbeitung wurde erklärt. Nicht mit Fachbegriffen, sondern nachvollziehbar.
So konnte der Fotograf selbst erleben, warum einzelne Änderungen das Logo verbessern und welche Wirkung Proportionen und Schriftwahl auf das Gesamtbild haben. Aus der Kamera wurde zunächst die Linsenabdeckung. Die schwierige Schrift wurde ersetzt durch eine ähnliche des ursprünglichen „K“s im Kreis.
Dadurch entstand nicht nur nach und nach ein neues Logo, sondern auch Vertrauen in den Gestaltungsprozess. Und dem Fotografen kam die Idee, dass eine Blende sich auch eignen würde.
Das Erscheinungsbild weiterdenken
Ein gutes Logo funktioniert nicht nur auf weißem Papier. Deshalb wurde die Gestaltung in unterschiedlichen Varianten geprüft:
- Hell und Dunkel
- Reduzierte Versionen
- Verschiedene Anwendungen
- Icon allein stehend
So entstand ein Erscheinungsbild, das flexibel eingesetzt werden kann und in allen gängigen Formaten bereitgestellt wurde.
Das Ergebnis
Aus einem generierten Entwurf entstand Schritt für Schritt ein eigenständiges und professionelles Logo. Das Schönste an diesem Gestaltungsprozess war, dass der Fotograf sich am Ende nicht für die neue Gestaltung entschied, weil ich sie entworfen hatte. Sondern weil er den Weg dorthin nachvollziehen konnte.
Ein Logo ist wie ein Tattoo. Der Mensch, der dahinter steht, muss sich mit ihm wohlfühlen und überzeugt davon sein, dass es ihn und sein Können oder Angebot optimal widerspiegelt.
Design ist nicht nur das, was man sieht. Design ist der Grund, warum etwas funktioniert.
Die beste Gestaltung beginnt mit Verständnis
Gute Gestaltung bedeutet für mich nicht, Menschen von einer Idee zu überzeugen. Sondern sie mitzunehmen.
Deshalb erkläre ich Entscheidungen, stelle Fragen und entwickle Gestaltung Schritt für Schritt gemeinsam mit meinen Kund:innen. Denn wenn verständlich wird, warum etwas besser funktioniert, entsteht nicht nur ein gutes Ergebnis, sondern auch Vertrauen in den gesamten Prozess.
Lass uns über dein Projekt sprechen
Erzähl mir kurz, worum es geht, dann melde ich mich zeitnah bei dir zurück.